Stolperstein ReDesign

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Oft höre ich gerade ältere Webmaster davon reden, wie sehr gut so manche Domain einst vergangener Tage lief. Schaut man sich dann die Seite an, wird eines oft sehr schnell klar: Diese wurde schon sehr lange von keinem mehr angefasst. Ein ReDesign muss her!

Ein neuer Anstrich kann alten Domains / Webseiten zu neuen glanzvollen Tagen verhelfen. Gerade erst ist die Google Responsive Welle durch die Serps gerauscht und hat viele Altlasten im Meer versenkt. Da das G update anfangs nur geringe Auswirkungen zeigte, wurde das “Mobilegeddon” zu Beginn als doch ganz harmlos abgetan. Nun, einige Monate danach, weiß man, es führt kein Weg mehr daran vorbei. Zeit und Gelegenheit, um den alten Seiten den Staub abzuklopfen.

ADULT SEO UPDATES„Dann muss ich ja meine Seite komplett neu umbauen” wird da meist gestöhnt. Aber hey, es gibt auch immer einen einfachen Weg für alle, die sich nicht lange damit aufhalten wollen. Adaptive Design! Im Gegensatz zu Responsives Design, welches sich “flüssig” an jeden Auflösepixel anpasst, “springt” das Adaptive Design in starre Raster passend zur Auflösung. Eine solche Vorgehensweise ermöglicht es, alte starre Seiten auch ohne viel Aufwand an Mobile und Tablet anzupassen.

Wer seine Seite grundsätzlich aufpolieren möchte, also einen richtigen Relaunch in Angriff nehmen möchte, der muss sich erst einige Gedanken machen:

Am Anfang gilt folgendes:Hat die Seite keinen Traffic mehr, bin ich frei zu tun, was auch immer ich will. Dann empfiehlt es sich, auch einen kompletten Relaunch von Null an zu machen. Sprich Responsive im Sinne von “Mobile First”. Hat die Seite jedoch noch Traffic, bzw. ist sehr aktiv oder gar eine Produktivseite, dann geht man besser mit Gefühl ran.

Der Klassiker: Man selbst ist von dem neuen Design begeistert, veranlasst sofort den Relaunch, schickt den Newsletter raus und dann folgt das böse Erwachen. Das neue Design kommt bei den Usern nicht an, die Besucherzahlen brechen direkt ein.

Woran liegt das?

ReDesign 2Nun, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Auch im Web. Er ist an das Aussehen, an die Struktur und an das Menü gewöhnt, weiß, wo er was findet und wie er dort hingelangt. Ändert man nun das gesamte Auftreten, gar die Struktur der Webseite, so muss sich der User komplett neu orientieren. Und darauf hat man als Gewohnheitstier gar keine Lust. Dann gehe ich eher zu einer ähnlichen Seite, auf der ich mich auskenne. In einem solchen Fall muss das neue Design die Zahl der verschreckten Stamm user erst wieder einfahren. Ein erfolgreiches ReDesign arbeitet sich Schritt für Schritt vor. Der User soll sehen, dass sich etwas tut, sich etwas verändert und die Seite an manchen Stellen frischer wirkt, aber auch seine alte Seite, seine “Heimat” weiterhin erkennen, um sich mit der Seite wandeln zu können.

Erinnern Sie sich an das letzte Relaunch von Amazon?

Nein? Oder doch? Ganz einfach, es gab nie einen. Trotzdem hat sich Amazon stets weiter entwickelt. Doch handelt es sich dabei immer um kleine Schritte, die auch vorab durch und durch getestet worden sind. Die letzte “große Veränderung” war vor einigen Jahren die Neugestaltung der Navigation.

ReDesign 3Durch das schrittweise Herantasten an ein neues Design erhält man zugleich kontrastreiche und kontinuierliche Testergebnisse, die direkt in den Prozess der Neugestaltung mit einfließen. Abweichungen von den Erwartungen können so permanent nachgezogen werden. Wenn man also mit Bedacht sein ReDesign oder Relaunch angeht, kann man sich nicht nur den sprunghaften Verlust seiner Stammuser sparen, sondern viel mehr seine Userzahl vermehren und Wege der Conversion optimieren. Ein bei diesem Prozess sehr hilfreiches Tool bietet das Heatmaptracking von Tracking-Partner.com. Durch die komplette Aufzeichnung des Userverhaltens so wie Heat- und Eyetrackingmaps erhält man wertvolle und visuelle Informationen darüber, wie sich die User über die eigene Seite bewegen. Mehr dazu erfahren Sie hier.